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Schlecht frisiert

Die Übertreibungen von Annalena Baerbock in ihrem Lebenslauf haben einmal mehr gezeigt, was eine der wichtigsten Prinzipien der Kommunikation ist: Glaubwürdigkeit! Gerade bei heiklen Themen ist es entscheidend, stets bei der Wahrheit zu bleiben. Schönfärberei bringt nichts – das fliegt einem nur um die Ohren (wie Frau Baerbock jetzt auch weiß). Authentizität macht es zudem deutlich leichter, in der Initiative zu bleiben bzw. diese – wenn nötig – wiederzugewinnen. Das gelingt aber nur, wenn man transparent ist und potenziell unangenehmen Veröffentlichungen vorgreift, bevor sie als Enttarnung erscheinen können. Nur so kann es gelingen, den Tenor der Medienberichterstattung zumindest zu beeinflussen.

Dass die Angeber-Kommunikation nichts bringt, hat Frau Baerbock nun auf die harte Tour gelernt. Ihren Lebenslauf zu frisieren führte in der Konsequenz lediglich dazu, dass sie zur Getriebenen wurde. Das ist nicht nur äußerst peinlich, sondern vor allem äußerst kontraproduktiv für ihre Kandidatur als Bundeskanzlerin.

Deshalb haben sich ihre Berater sicherlich auch einiges anhören müssen. Durchaus zu Recht: Es war und ist ihr Job, alle Berührungsflächen von Frau Baerbock gegenüber der Öffentlichkeit auf mögliche Risiken abzuklopfen. Hätten sie ihren Job richtig gemacht, wäre das aktuelle Kreuzfeuer wohl erst gar nicht entfacht worden. Politiker*innen und andere Spitzenpersonen müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Berater sie dann und wann auch einmal vor sich selbst beschützen. Professionelle Berater wissen das – und handeln danach.

Übrigens: Kanzlerschaft geht schließlich auch ohne Abitur. Die Voraussetzungen für den Job sind im Grundgesetz klar geregelt – und nicht sehr anspruchsvoll. Nötig sind nämlich „nur“ die deutsche Staatsbürgerschaft, ein Mindestalter von 18 Jahren – und die Wahl durch den Bundestag. Die ganze Angeberei wäre also überhaupt nicht nötig gewesen.

Katarina Kuzmicic

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