Sanierungseinschnitte bei Dreiring-Werk Krefeld

Krefeld, 30. Juli 2019. Der zur Kappus-Gruppe gehörende Seifenhersteller „Dreiring-Werk & Co. KG“ in Krefeld muss im Zuge der Sanierung Personal abbauen. Darüber hat sich Insolvenzverwalter Franz-Ludwig Danko mit dem Betriebsrat geeinigt. Die Belegschaft wurde heute am Standort informiert. Betroffen sind insgesamt 40 Arbeitnehmer.

 

„Das ist ein harter Einschnitt, der weder uns noch dem Betriebsrat leichtgefallen ist“, betonte Danko. „Er ist aber zwingend notwendig, damit der Standort Krefeld weiterhin eine Perspektive hat.“ Danko führt den Geschäftsbetrieb des Unternehmens seit September 2018 unter Insolvenzbedingungen fort und strebt eine Sanierungslösung an. Das Insolvenzrecht erlaubt eine Fortführung allerdings nur, wenn dadurch keine dauerhaften Verluste für die Gläubiger entstehen. „Das wäre ohne deutliche Einsparungen bei den Personalkosten der Fall“, erläuterte Danko.

 

Nach intensiven Verhandlungen hat sich Danko deshalb mit dem Betriebsrat über einen Abbau von 40 der insgesamt 130 Arbeitsplätze geeinigt. 30 Mitarbeiter werden betriebsbedingt gekündigt. Die Kündigungen werden zum Monatsende ausgesprochen und zur jeweiligen Kündigungsfrist wirksam. Hinzu kommen 10 befristete Arbeitsverhältnisse, die nicht verlängert werden. „Mit der reduzierten Personalstärke sind wir in der Lage, den Standort weiter fortzuführen und bleiben auf Sanierungskurs“, sagte Danko.

 

Bei der Investorensuche gibt es unterdessen Fortschritte: Der Interessent für die Übernahme der gesamten Kappus-Gruppe hat vor einigen Tagen ein verbindliches Angebot vorgelegt. Nach Zustimmung des Gläubigerausschusses will Danko demnächst in konkrete Kaufvertragsverhandlungen einsteigen. „Dass wir in Krefeld unsere Kostenstruktur in den Griff bekommen, wird natürlich auch von den potenziellen Investoren genau registriert, mit denen wir verhandeln“, so Danko. An den beiden weiteren Standorten der Kappus-Gruppe in Riesa und Heitersheim läuft der Geschäftsbetrieb unterdessen stabil. Dort sind derzeit keine Personalmaßnahmen geplant.

 

Die Kappus-Gruppe hatte im September 2018 Insolvenzantrag gestellt nachdem sie durch stark gestiegene Rohstoffpreise und hohen Preisdruck in finanzielle Bedrängnis geraten war. Mit einem Jahresumsatz von zuletzt rund 50 Mio. Euro und einer jährlichen Produktion von mehr als 50.000 Tonnen Seife gehört Kappus zu den größten Seifenherstellern in Westeuropa. Das Unternehmen beliefert eine Reihe von Großkunden in Einzelhandel und Kosmetik mit Fest- und Flüssigseifen, die dann unter deren Markennamen in den Handel kommen.

 

 

Über Danko Insolvenzverwaltung

Die Kanzlei „Danko Insolvenzverwaltung“ steht für über zwanzigjährige Erfahrung auf den Gebieten Unternehmenssanierung, Insolvenz und im Arbeitsrecht. Mit einem interdisziplinären Team aus Insolvenz-, Arbeits- und Steuerrechtlern, sowie Betriebswirten und Sachbearbeitern ist die Kanzlei in der Lage auch größere Insolvenzverfahren und umfangreiche Mandate erfolgreich zu bearbeiten. Zu den namhaften Referenz-Verfahren von Kanzlei-Gründer Dr. Franz-Ludwig Danko zählen u.a. die Automobilzulieferer Druckguss Heidenau, Spezialguss Wetzlar und ttb Gruppe, der Flugzeugausstatter Anolis Interiors, das Klinik und Rehabilitationszentrum Lippoldsberg und die Prof. Dr. Keck Akut- und Reha-Klinik. Die Kanzlei verfügt über Standorte in Dresden, Kassel und Frankfurt am Main.

 

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