Unternehmens-Branding

30.07.2018


Wer sichtbar sein will, muss Gesicht zeigen

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Ein lächelndes Auto, eine schreiende Steckdose, eine mürrische Hausfassade oder Jesus im Toast: Überall entdecken Menschen Gesichter. Als „Pareidolie“ wird die Eigenschaft des Gehirns bezeichnet, Gesichter in eigentlich leblosen Gegenständen zu erkennen. Einer der Gründe: die Autovervollständigung im Gehirn. Um die unzähligen Eindrücke schneller verarbeiten zu können, ist unser Hirn darauf trainiert, Dinge, bspw. Gesichter, schnell wiederzuerkennen. Es ist das wichtigste Konzept für das soziale Wesen Mensch, um „seinesgleichen“ zu erkennen.

An Gesichter erinnern wir uns daher in der Regel viel besser, als an alles andere. Das lässt sich für die PR nutzen. Unternehmen und Marken sind für Menschen zunächst immer erst ein anonymes Konstrukt, das kaum greifbar ist. Das erschwert uns, Sympathie für ein Unternehmen aufzubringen. Denn Sympathie empfinden Menschen nur gegenüber anderen Menschen – oder Gegenständen mit imaginiertem Gesicht. Auf Unternehmen und Institutionen trifft das nicht zu. Sympathie ist aber ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. Denn Unternehmens- und Markenkommunikation funktioniert immer da am besten, wo eine Beziehung entsteht und Personen aus dem Unternehmen Gesicht zeigen.

Unternehmen sind daher gut beraten, sich ein menschliches, sympathisches Image zu verleihen. Dazu sollten in der Kommunikation – wo immer möglich – Menschen das Unternehmen, seine Werte und seine Produkte repräsentieren. Wer an Mark Zuckerberg, Steve Jobs oder Elon Musk denkt, hat sofort Facebook, Apple und Tesla vor Augen. Eine solche Unternehmenspersönlichkeit ist oft ein elementarer Bestandteil einer Unternehmensmarke und zahlt unmittelbar auf deren Image ein. Aber auch Mitarbeiter können als „Menschen wie du und ich“ dem Unternehmen ihr Gesicht leihen, um ein hohes Identifikationspotenzial zu erreichen. Sogenannte Markenbotschafter – begeisterte Fürsprecher aus Überzeugung – können den Effekt noch verstärken. Sie schaffen nicht nur Identifikation, sondern auch Vertrauen. Und das zahlt sich aus: Denn nur Unternehmen, die sich um eine Marke mit Identifizierungskraft bemühen, können Kunden dauerhaft überzeugen und sind nachweislich erfolgreicher.

von Svenja Borgschulte

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