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Fliesenhersteller Panariagroup stellt sich in Deutschland neu auf

Leisnig, 16. April 2026. Der Fliesenhersteller Panariagroup Deutschland GmbH nutzt ein Insolvenzverfahren, um seine Umstrukturierung abzuschließen. Das Unternehmen strebt einen Zusammenschluss mit einem Investor an. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das zuständige Amtsgericht Chemnitz Dr. Christian Heintze von der Rechtsanwaltsgesellschaft BBL Brockdorff. Heintze führt den Geschäftsbetrieb vollumfänglich fort und unterstützt den Kurs des Unternehmens.

„Das Tagesgeschäft läuft an allen Standorten ohne Einschränkungen weiter“, betonte Heintze. „Alle Aufträge und Bestellungen werden wie sonst auch gefertigt und ausgeliefert, alle Showrooms bleiben weiter geöffnet.“ Die Geschäftsführung hat die Beschäftigten unmittelbar mit Antragstellung in Kenntnis gesetzt. Insolvenzverwalter Heintze wird in einer für Freitag geplanten Betriebsversammlung die rund 230 Beschäftigten über die nächsten Schritte informieren. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bis Ende Juni über das Insolvenzgeld gesichert und werden weiter bezahlt.

In den nächsten Tagen macht sich Heintze in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung ein Bild der Lage. „Ziel ist es, die vom Unternehmen begonnene Restrukturierung fortzusetzen und erfolgreich abzuschließen“, so Heintze. „Durch den Insolvenzgeldzeitraum haben wir jetzt drei Monate Planungssicherheit, in denen wir den Investorenprozess bei voll laufendem Geschäftsbetrieb weiter vorantreiben können.“

Der Insolvenzverwalter betonte, dass er dabei nicht von null anfangen müsse: Das Unternehmen strebt im Zuge seiner Neuaufstellung eine strategische Partnerschaft mit einem Investor an und hat bereits bedeutende Vorarbeit geleistet. „Daran können wir anknüpfen, zumal das Verfahren die Rahmenbedingungen für eine Investorenlösung verbessert“, betonte Heintze. So ist es für Investoren möglich, ein Unternehmen aus der Insolvenz ohne Altverbindlichkeiten zu übernehmen. „Das macht eine Übernahme in einem Insolvenzverfahren zusätzlich interessant“, so der vorläufige Insolvenzverwalter.

Wie viele Unternehmen der Baubranche ist die Panariagroup Deutschland von der aktuell schwachen Baukonjunktur und den hohen Energiepreisen betroffen. Mit der von der Geschäftsführung eingeleiteten Umstrukturierung will das Unternehmen seine Finanzierung wieder auf ein solides Fundament stellen.

Die Panariagroup Deutschland GmbH gehört seit 2024 zur italienischen Panariagroup Industrie Ceramiche. Seit dem Produktionsstart im Jahr 1997 fertigt das Werk in Leisnig auf einer Fläche von rund 16 Hektar Boden- und Wandbeläge für den europäischen Markt. Das Werk zählt zu den modernsten Produktionsstätten der Branche. Neben dem Hauptsitz unterhält das Unternehmen noch zwei weitere Standorte – darunter ein Lager im baden-württembergischen Mühlacker. Der Fliesenhersteller vertreibt unter einem Dach verschiedene Produkte der europaweit bekannten Marken „Steuler Design“, „Grohn“, „Nordceram“, „Kerateam“ und „Zwei Outdoor“.

 

Über BBL Brockdorff

BBL gehört seit vielen Jahren zu den bundesweit führenden Kanzleien mit klarem Fokus auf Sondersituationen – Restrukturierung, Sanierung und Insolvenz. Mit mehr als 200 Mitarbeitenden, darunter 50 Anwältinnen und Anwälten, ist die Kanzlei deutschlandweit präsent, zudem gibt es ein Büro in London.

 

 

Sebastian Glaser, Seniorberater bei möller pr

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Sebastian Glaser

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