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Insolventer AWO Kreisverband Köthen: Neuorganisation abgeschlossen

Köthen, 24. September 2026. Der Insolvenzverwalter des AWO Kreisverband Köthen e.V. hat dessen mobilen Pflegedienst an einen neuen Träger veräußert: Zum 1. Oktober übernimmt der DRK- Kreisverband Köthen den Pflegedienst als neuer Gesellschafter. Damit ist die Neuorganisation der Einrichtungen des insolventen Trägers abgeschlossen.

„Mit der Übernahme hat der Pflegedienst der AWO Köthen wieder eine langfristige Perspektive unter dem Dach eines sehr erfahrenen Trägers“, sagte der Insolvenzverwalter Dr. Christian Heintze von der Sanierungskanzlei BBL Brockdorff. Der ambulante Pflegedienst beschäftigt insgesamt rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und betreut von seinen beiden Standorten in Köthen und Aken über 300 pflegebedürftige Personen. „Arbeits- und Versorgungsverträge bleiben weiter gültig, für die Beschäftigten und die betreuten Personen ändert sich also nichts“, so der Insolvenzverwalter. Die beiden Sozialstationen werden künftig unter „Deutsches Rotes Kreuz- Köthen Pflege gGmbH“ firmieren.

Mit der Übernahme des Pflegedienstes ist nun auch die Zukunft der letzten noch verbliebenen operativen Einrichtung des insolventen Trägers geklärt. Anfang August hatte Heintze die beiden ehemaligen AWO-Kindergärten „Lebensfreude“ und „Bummi“ in Aken zusammengelegt und ebenfalls an den DRK Kreisverband Köthen als neuen Träger übergeben. Das Wohnheim „Geschütztes Wohnen“ wurde zum 1. Juli 2026 an die Führer-Gruppe übergeben und wird von dieser ebenfalls fortgeführt. Eine weitere Einrichtung der AWO Köthen, die Kita „Spatzennest“ in Köthen, musste zum 30. April 2026 geschlossen werden. In diesem Fall fand sich kein Investor, der bereit war, den defizitären Betrieb und die Immobilie zu übernehmen. Der Insolvenzverwalter hat sich inzwischen mit der Stadt Köthen über eine Aufhebung des Erbbaurechts geeinigt. Damit geht die Immobilie wieder in das Eigentum der Stadt zurück.

Der AWO Kreisverband Köthen e.V. hatte Anfang Dezember 2025 ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Mit der Eröffnung des Verfahrens Ende Januar wurde vom zuständigen Gericht ein Regelinsolvenzverfahren angeordnet und Dr. Heintze zum Insolvenzverwalter bestellt. Hintergrund der Insolvenz waren u.a. gestiegene Kosten, etwa für Energie und Personal. Zum anderen war aufgrund der in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangenen Geburtenzahlen die Auslastung der betriebenen Kitas deutlich gesunken.

 

Über BBL Brockdorff

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Sebastian Glaser, Seniorberater bei möller pr

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