Köln, 24. September 2026. Bisher bestimmen vor allem Betreiber und Investoren, welche Pflege- und Wohnangebote an einem Standort entstehen. Mit dem geplanten Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) gewinnt ein dritter Akteur an Bedeutung: die Kommunen. Dies stellt Betreiber und Investoren vor neue Anforderungen.
„Die Kommunen werden künftig bei der Planung von Pflegeinfrastruktur eine größere Rolle spielen“, betont TERRANUS-Geschäftsführerin Anja Sakwe Nakonji. „Damit muss sich auch die Perspektive von Investoren und Betreibern erweitern: Sie dürfen nicht mehr allein in Pflegeplätzen denken, sondern müssen stärker auf den Bedarf am jeweiligen Standort schauen.“
Prävention und Pflegevermeidung im Fokus
Mit dem geplanten Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) sollen die Voraussetzungen für die Einstufung in die Pflegegrade 1 bis 3 steigen. Zugleich setzt die Reform stärker auf Prävention und darauf, Pflegebedürftigkeit möglichst zu vermeiden oder hinauszuzögern. „Das bedeutet, dass wir deutlich mehr und vor allem gut verzahnte Angebote brauchen, die älteren Menschen ein möglichst langes selbstständiges Leben ermöglichen“, so TERRANUS-Geschäftsführer Markus Bienentreu. „Dazu gehört nicht nur Pflege, sondern auch Wohnen, Beratung, Unterstützung im Alltag und soziale Teilhabe.“
Gleichzeitig soll das Gesetz die kommunale Pflegestrukturplanung stärken. Der Gesetzesentwurf will dafür die Datengrundlage verbessern. Soweit das jeweilige Landesrecht dies vorsieht, sollen zudem Indikatoren bestimmt werden, mit denen eine Unterversorgung auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte festgestellt werden kann. Die Ergebnisse können in die regionale Pflegestrukturplanung einfließen.
Vom Einzelobjekt zum Quartier
Genau hier setzen Quartierskonzepte an. Sie verbinden unterschiedliche Wohn-, Pflege- und Unterstützungsangebote. Je nach Standort können dazu etwa Betreutes Wohnen, stationäre Pflege, ambulante Angebote sowie weitere Dienstleistungsangebote gehören. Das einzelne Objekt wird damit Teil einer lokalen Versorgungsinfrastruktur.
Der TERRANUS Branchen Monitor 2026 stellt deshalb Quartierskonzepte in den Mittelpunkt: Wie wird aus einzelnen Angeboten ein funktionierendes Ganzes? Was lässt sich wirtschaftlich betreiben und finanzieren? Und wie funktioniert das Zusammenspiel von Investoren, Kommunen und Betreibern?
Branchen Monitor erstmals als Digital-Magazin
Der TERRANUS Branchen Monitor wird bereits seit 2009 von TERRANUS herausgegeben und beschäftigt sich jährlich mit Fragen, die Betreiber und Investoren im Markt für Seniorenimmobilien bewegen. 2026 erscheint der Branchen Monitor erstmals als Digital-Magazin mit informativen Grafiken, Audio- und Videobeiträgen.
Den TERRANUS Branchen Monitor 2026 finden Sie ab sofort kostenlos unter folgendem Link:
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TERRANUS gehört zu den führenden Immobilien- und Betriebsberatern im Gesundheitswesen in Deutschland. Seit über 25 Jahren berät das Unternehmen Investoren und Betreiber in allen Fragen um den wirtschaftlichen Betrieb von Sozialimmobilien.
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