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Desaster im Klubhaus

Die neue Social-Network-App Clubhouse treibt den Grundgedanken von Social Media – den authentischen Austausch von Gedanken und Informationen – auf die Spitze. Hier gilt das gesprochene Wort. Hier gibt es kein Innehalten, keine Korrekturschleife, ehe man auf „Senden“ drückt, wie bei Twitter, Facebook, LinkedIn & Co. Was gesagt ist, ist gesagt.

Für die professionelle Kommunikation ist das im Grunde nichts Neues. Wenn man in eine Gesprächssituation geht, braucht man eine gute Vorbereitung. Dabei macht es keinen Unterschied, ob man bei Clubhouse mitredet oder bei Anne Will auf einem Sessel Platz nimmt. Das hätte eigentlich auch der Ministerpräsident von Thüringen wissen müssen. Wenn Bodo Ramelow nun aufjault, weil weitergegeben wird, was er in einem sozialen Medium von sich gibt, ist das geradezu rührend naiv.

Selbst in eine profane Bürgersprechstunde dürfte Herr Ramelow nicht unvorbereitet gehen. Wie alle anderen Profis auch, wird er einen Sprechzettel dabei haben. Warum er nun meint, bei Clubhouse daherreden zu können, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, wird sein Geheimnis bleiben.

Allerdings nützt auch der beste Sprechzettel nichts, wenn man nicht einen anderen wichtigen Grundsatz der PR verinnerlicht hat: Sagen, was man sagen will – und kein Wort mehr! Beherzigt man das nicht, kann jedes Gespräch zum Desaster werden.

von Christoph Möller

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